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MittelspielDen Beginn des Mittelspiels kann man ansetzen, wenn die jeweilige Taktik der einzelnen Spieler erkennbar wird. Jetzt geht es darum, seine Figuren zu bilden und so das Spiel voranzutreiben. Dabei muß man die Interessen der Mitspieler genauso berücksichtigen wie die eigenen, um niemandem fahrläßig zum Sieg zu verhelfen. Erst wenn mehrere Spieler nur noch einen oder zwei Steine benötigen, um Mah Jong zu sagen, geht das Mittelspiel ins Endspiel über. Abwägen der AlternativenEs empfiehlt sich jedoch, zu Beginn des Mittelspiels (d.h. erfahrungsgemäß nach etwa fünf bis sechs Runden) seine Taktik neu zu überdenken. Wer bis jetzt erst einen oder gar keinen passenden Stein gezogen hat, sollte eine einfachere Alternative ins Auge fassen. Dies gilt vor allem für Spieler, die ein Farbenspiel versuchen und feststellen müssen, daß ihre Farbe von anderen Spielern mit Vorliebe abgeworfen wurde. Andererseits sollte aber ein Spieler zu einer besseren Alternative übergehen, sobald sich seine Taktik schnell bewahrheitet. Im Idealfall bringt ihm dies eine weitere Verdopplung ein. Dabei muß er jedoch berücksichtigen, daß jetzt zum Zug benötigter Steine weniger Zeit verbleibt. Speziell bestehende Figuren wieder aufzulösen, z.B. um ein Farbenspiel zu erreichen, ist ein meist zu gewagter Schritt, da mindestens drei Züge dazu gebraucht werden. AbwürfeIm Mittelspiel beginnen jedoch auch die Abwürfe wichtig zu werden. Unüberlegtes Abwerfen einzig nach den eigenen Interessen, nutzt meist nur den Mitspielern. So ist besonders zu beachten, welche Steine von anderen Spielern und welche Steine noch nie abgeworfen wurden. Meist ist es dann nach den ersten offenen Figuren möglich, die Gewinnstrategie eines Spielers zu erkennen und eventuell das eigene Spiel darauf einzurichten. Ruhigen Gewissens können Steine abgelegt werden, die bereits mehrmals im Mauerhof liegen, solange man sich vergewissert, daß der nächste Spieler kein Chii damit bilden kann, bzw. mit diesem Chii sein Spiel beendet. Auch Steine einer mit Vorliebe von allen Spielen abgeworfenen Farbe bergen nur wenig Risiko. Anders steht es mit Trumpfsteinen: Wer im späten Mittelspiel einen einzelnen Drachen oder Wind abwirft, der bisher noch nie gefallen ist, darf sich über den häufig folgenden Pong- oder Kanruf nicht wundern. Generell gilt aber im Mittelspiel immer noch, seine eigenen Interessen denen der Mitspieler vorzuziehen: Die Entscheidung, einen für das eigene Spiel nutzlosen, für die Mitspieler möglicherweise aber wichtigen Stein über Runden hinweg auf der Hand zu halten, verbaut nur den eigenen Sieg und erhöht die Gefahr eines Mundraubs, wenn der Stein dann doch abgeworfen wird. | ![]() |